USA 2011
Hawaii
Los Angeles
Nach zwei Monaten in Australien und einem kurzen Aufenthalt auf Hawaii, bin ich vor zwei Tagen in Los Angeles angekommen. Hier traf ich dann zwei Frauen, die ich zuvor auf Join my trip kennen gelernt hatte. Es passte auf Anhieb, so dass wir dann ab dem nächsten Tag zu dritt unterwegs waren. Ich hatte bereits einen Mietwagen gebucht. Sie beteiligten sich am Sprit und den Motels.
Las Vegas
Eigentlich war der Plan ein anderer, aber wegen Sturmwarnungen und starkem Schneefall am Canyon haben wir kurzfristig umdisponiert – und sind stattdessen direkt nach Las Vegas gefahren.
Gestern Morgen sind wir angekommen, schnell im Motel eingecheckt und dann direkt raus auf den Strip. Einfach mal treiben lassen und die ersten Eindrücke aufsaugen. Gegen Mittag wollten die anderen beiden dann zum Shoppen nach Downtown – nicht so ganz mein Ding. Also habe ich mich stattdessen alleine durch die Casinos gezogen… zum Pokern.
Abends haben wir uns dann wieder getroffen und uns die Blue Man Show angeschaut – echt sehenswert. Danach ging’s nochmal raus auf den Strip, um das Ganze bei Nacht zu erleben. Und ganz ehrlich: Es ist einfach völlig verrückt, was hier abgeht. Überall Lichter, Menschen, Musik – die Stadt pulsiert einfach nonstop.
Gegen 2 Uhr wollten die zwei dann ins Bett, aber ich war noch komplett aufgedreht. Also nochmal zurück an die Pokertische. Sperrstunde? Gibt’s hier nicht. Die Stadt schläft nie – alles hat rund um die Uhr geöffnet.
Als es dann hell wurde, bin ich auch irgendwann ins Bett gefallen. Paar Minuten später klingelte schon wieder der Wecker – weiter ging’s Richtung Zion Nationalpark. Vegas war auf jeden Fall ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst
Zion NP
Sorry, dass ich mich jetzt erst wieder melde. Hatten die letzten Tage nur sehr schlechte Internetverbindungen, so dass ich keine Bilder hochladen konnte. Nach dem tollen Tag in Vegas gings dann am Freitag in den Zion Nationalpark (NP). Wie ihr auf dem Bild sehen könnt gabs hier auch einen verspäteten Wintereinbruch. War zwar ziemlich kalt aber doch ganz cool Schnee bedeckter roter Sand bzw. Felsen und Kakteen zu sehen. Nach zwei kurzen Wanderungen zu Wasserfällen und Aussichtspunkten gings dann weiter nach Page
Horseshoe und Antelope Canyon in Page
Monument Valley
Grand Canyon
Als ich den Canyon zum ersten Mal gesehen habe, war ich wirklich sprachlos. Klar, ich wusste, dass er riesig ist… aber das hat meine Vorstellung trotzdem komplett gesprengt.
Zu Beginn sind wir etwa 1,5 Stunden mit dem Shuttlebus entlang des Canyons gefahren – von Lookout zu Lookout. Jeder Aussichtspunkt war wieder anders und jedes Mal aufs Neue beeindruckend.
Danach stand eine Wanderung auf dem Plan. Ganz runter bis zum Fluss haben wir es leider nicht geschafft – dafür hätte man mindestens zwei Tage einplanen müssen. Immerhin liegt der Colorado rund 1600 Höhenmeter tiefer. Trotzdem war die Wanderung mega spannend, vor allem wegen der unterschiedlichen Klimazonen. Oben auf dem Plateau war es richtig kalt, teilweise lag sogar noch Schnee. Je weiter wir abgestiegen sind, desto wärmer wurde es – unten war dann plötzlich T-Shirt- und kurze Hose Wetter angesagt.
Ein Ort, den man wirklich gesehen haben muss. Worte oder Bilder können das eigentlich kaum richtig wiedergeben.
Schon gewusst?
Der Grand Canyon
– hat eine Länge von 450 km
– ist durchschnittlich 1,6 km tief
– entstand durch den Colorado River
– ist 1,8 Milliarden Jahre alt
– am Südrand liegt man auf 2.100 Metern Höhe
– Im Canyon gibt es 5 Vegetationszonen
– die Temperaturen können zwischen Rand und Talboden mehr als 20° Unterschied haben
– die Warteliste für eine eigene Rafting Tour betrug schon mal 16 Jahre
Seqouia NP
Mit einem Durchmesser von 12 Metern sahen wir heute den größten Baum der Welt. Da der Nationalpark auf 2500 Metern liegt und hier noch verdammt viel Schnee ist, konnten wir leider nur wenig vom Park sehen. Naja, da kann man halt nix machen. Gelohnt hat sich der Abstecher hier her alle Mal.
Yosemite NP
Auch hier gab es aufgrund von Schnee noch einige Sperrungen. Der kurze Abstecher von 1,5 Tagen war trotzdem sehr schön. Das Postkarten-Panorama vom Tunnel View ist traumhaft schön
San Francisco
Auch am dritten Tag war die Golden Gate Bridge größtenteils im Nebel verschwunden. Scheint hier wohl ganz normal zu sein – der Nebel hängt oft genau auf der Linie zwischen Golden Gate Bridge und Twin Peaks, während im Rest der Stadt schon die Sonne scheint.
Trotzdem war es richtig schön und ich bin natürlich auch einmal komplett über die Brücke gelaufen – gehört einfach dazu.
Heute Mittag ging’s dann nach Alcatraz, der ehemaligen Gefängnisinsel. Wir haben dort eine Audio-Tour gemacht und ich muss sagen: echt spannend. Die Geschichten der ehemaligen Insassen und die ganze Atmosphäre dort machen das Ganze zu einem besonderen Erlebnis.
Wie es jetzt weitergeht, ist noch offen. C. fliegt von hier aus weiter nach Kanada, und wenn sich nichts ergibt, bin ich erstmal wieder alleine unterwegs.
Dazu kommt leider noch, dass ich immer noch mit einer Bronchitis zu kämpfen habe und Antibiotika nehmen muss. Deshalb überlege ich, noch ein oder zwei Nächte hier zu bleiben, mich etwas auszukurieren und dann vielleicht nur noch bis L.A. zu fahren und San Diego auszulassen.
Das entscheide ich alles morgen früh – vielleicht habe ich ja auch Glück und der Nebel verzieht sich endlich, sodass ich die Golden Gate Bridge nochmal in voller Pracht sehen kann.
Los Angeles
Seit gestern Mittag bin ich wieder zurück in L.A. Die zweitägige Fahrt hierher war sehr schön, da der Highway 1 zum größten Teil direkt an der Küste entlang führt.
Nach 6000km in weniger als 3 Wochen ist der USA-Roadtrip so gut wie beendet. Es war eine geile Tour, die ich jedem nur empfehlen kann. Wo sonst gibts in so kurzer Zeit so viele unterschiedliche Landschaften zu bestaunen. Es war alles dabei: Wüsten, Berge, Schnee, riesige Wälder, Strand und Meer