USA 2022

Diese Reise führt mich nochmal an die Westküste der USA – diesmal mit meinen Eltern.

Auch wenn ich vieles schon mehrfach gesehen habe, fühlt es sich trotzdem wieder wie die erste Tour an. Vielleicht sogar noch ein bisschen besser, weil ich die ganzen Orte jetzt mit ihnen teilen kann. Gleichzeitig bin ich so ein bisschen in die Rolle des Reiseleiters gerutscht – gerade sprachlich hätten sie sich alleine vermutlich deutlich schwerer getan. So konnte ich mich um vieles kümmern und ihnen das Reisen ein Stück einfacher machen.

Los ging’s am 30.08. mit dem Flug von Frankfurt nach San Francisco. Der Flug war angenehm ruhig und ziemlich kurzweilig. Wir hatten sogar Glück und die Maschine war nicht voll – so konnte jeder mehrere Sitzplätze nutzen und sich ein bisschen ausbreiten.

Am Nachmittag sind wir dann in San Francisco angekommen, haben unseren Mietwagen abgeholt und sind erstmal zum Motel gefahren. Abends ging’s noch kurz zum Chinesen essen – nichts Großes, aber genau das Richtige nach dem langen Reisetag.

Danach sind wir ziemlich müde ins Bett gefallen, um am nächsten Tag fit in das nächste Abenteuer zu starten.

San Francisco

Der Tag startete früh, so dass wir ganz entspannt die wichtigsten Highlights der Stadt und Umgebung erkunden konnten – ohne Stress und mit genug Zeit für spontane Stopps.
Zuerst ging’s entlang der Pazifikküste Richtung Norden. Immer wieder haben wir angehalten, um den Blick aufs Meer zu genießen. Das Wetter war zwar nicht gerade typisch kalifornisch – eher kühl, wolkig und windig – aber immerhin blieb es trocken. Für lange Strandaufenthalte war ohnehin keine Zeit.
Irgendwann führte uns der Weg dann zur Golden Gate Bridge. Zuerst haben wir sie vom Meer aus bestaunt, bevor wir auf die andere Seite gefahren sind. Von einem Aussichtspunkt auf einem Hügel hatten wir dann einen richtig genialen Blick auf die Brücke und die Skyline von San Francisco – perfekter Spot für unsere Mittagspause.

Danach ging’s weiter mitten rein ins Stadtleben:
Ein Abstecher nach Chinatown durfte natürlich nicht fehlen, genauso wenig wie die berühmte Lombard Street – die kurvige „Blumenstraße“ mit ihren vielen engen Serpentinen. Und auch die steilsten Straßen der Stadt haben wir uns angeschaut – teilweise mit bis zu 31,5 % Gefälle.
Zum Abschluss waren wir noch am Pier 39 unterwegs, wo sich eine ganze Kolonie von Seelöwen niedergelassen hat. Ziemlich lustig, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.
Ein voller, aber richtig schöner Tag mit allem, was San Francisco so besonders macht.

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von San Francisco nach Monterey

Heute ging’s entlang der Küste auf dem legendären Highway 1 Richtung Süden bis nach Monterey – eine der schönsten Strecken überhaupt.
Unterwegs haben wir immer wieder Stopps am Meer eingelegt, einfach angehalten, ausgestiegen und die Aussicht genossen. Zwischendurch sind wir noch ein bisschen durch Santa Cruz geschlendert – ein entspannter Küstenort mit richtig angenehmer Atmosphäre.
Zum Abschluss des Tages stand noch der berühmte 17-Mile Drive auf dem Programm. Eine rund 17 Meilen lange Küstenstraße bei Monterey mit unzähligen Aussichtspunkten und beeindruckenden Naturdenkmälern.
Eine Strecke, bei der eigentlich der Weg das Ziel ist – und man am liebsten alle paar Minuten anhalten möchte.

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von Monterey zum Yosemite NP

Heute hieß es Abschied vom Pazifik nehmen – wir sind ins Landesinnere gefahren. Und schon nach wenigen Kilometern hat sich die Landschaft komplett verändert. Alles wirkte trocken und verdorrt. Kalifornien war deutlich stärker von der Dürre betroffen als ich erwartet hatte. Nur die bewässerten Felder stachen noch grün aus der sonst ziemlich ausgetrockneten Umgebung hervor.
Selbst im hochgelegenen Yosemite Nationalpark war die Trockenheit deutlich sichtbar. Viele Bäche führten kaum oder gar kein Wasser, und auch die berühmten Wasserfälle, für die der Park eigentlich bekannt ist, waren nur spärlich vorhanden.
Am zweiten Tag wurde es dann nochmal etwas surreal: Der Park war morgens komplett in Rauch gehüllt. Erst gegen Mittag klarte es langsam auf. Ursache war ein entfernter Waldbrand – direkt betroffen waren wir zum Glück nicht, aber die Auswirkungen waren deutlich zu sehen.
Trotzdem waren die zwei Tage im Yosemite absolut beeindruckend. Wir waren im Mariposa Grove und haben dort die riesigen Mammutbäume bestaunt – wirklich beeindruckend, vor diesen Giganten zu stehen.
Außerdem haben wir bei rund 35°C eine Wanderung zu einem Wasserfall gemacht und den berühmten Aussichtspunkt „Tunnel View“ besucht. Von dort hat man einen unglaublichen Blick über das Tal – einer dieser Momente, die man so schnell nicht vergisst.

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vom Yosemite NP zum Sequoia NP

Auf dem Weg nach Las Vegas haben wir noch einen Abstecher in den Sequoia Nationalpark in der Sierra Nevada gemacht – und der hat sich definitiv gelohnt.
Die Landschaft dort ist unglaublich vielfältig und reicht von etwa 400 bis auf über 4000 Meter Höhe. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Vegetation und das Klima – von trocken und warm bis hin zu kühleren, bewaldeten Höhenlagen.
Das absolute Highlight sind natürlich die riesigen Mammutbäume, die sogenannten Sequoias. Diese Giganten können bis zu 80 Meter hoch werden und einen Durchmesser von bis zu 11 Metern erreichen. Besonders beeindruckend war der „General Sherman Tree“ – mit seinen rund 11 Metern Durchmesser gilt er als der dickste Baum der Welt. Um sich das vorzustellen: Das entspricht ungefähr der Breite einer Seite eines Tennisplatzes.
Neben den riesigen Bäumen gibt es im Park auch noch weitere spannende Sehenswürdigkeiten wie den Tunnel Rock, durch den man sogar hindurchfahren kann, und den Moro Rock, von dem man eine tolle Aussicht über die umliegende Landschaft hat.
Ein Ort, an dem man sich plötzlich ziemlich klein fühlt.

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Death Valley

Der Death Valley Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste und gilt als einer der trockensten Orte der USA. Der tiefste Punkt befindet sich sogar rund 86 Meter unter dem Meeresspiegel – schon allein das ist ziemlich beeindruckend.
Nur wenige Wochen vor unserem Besuch hatte es hier allerdings extrem starke Regenfälle und Überschwemmungen gegeben – etwas, das an diesem Ort eigentlich kaum vorkommt. Die Spuren davon waren noch deutlich zu sehen: gesperrte Straßen, Geröllberge am Straßenrand und überall laufende Aufräumarbeiten.
Und trotzdem: Die Hitze war brutal. An diesem Vormittag hatten wir unglaubliche 47,5°C – laut einer Rancherin vor Ort fast schon rekordverdächtig.
Das Verrückteste war aber, dass man trotz dieser extremen Trockenheit noch kleine Wasserläufe sehen konnte – Überreste der Überschwemmungen. Kaum vorstellbar, welche Wassermassen hier wenige Wochen zuvor durch das Tal geflossen sein müssen.
Ein Ort voller Extreme – und definitiv nichts, was man so schnell vergisst.

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Las Vegas

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Route 66 und Hoover Damm

 

Nach zwei Tagen in Las Vegas ging’s weiter Richtung Grand Canyon. Aber auch der Weg dorthin hatte schon einiges zu bieten.
Unser erster Stopp war der Hoover Dam – ein echtes beeindruckendes Bauwerk mitten in der kargen Landschaft. Danach ging’s weiter auf ein Stück der legendären Route 66, die einfach diesen ganz besonderen Roadtrip-Vibe hat.
Eine Pause haben wir am Hackberry General Store gemacht, einer ehemaligen Tankstelle, die heute eine Mischung aus Museum und Souvenirladen ist. Überall stehen alte Zapfsäulen, verrostete Autos und jede Menge Erinnerungsstücke aus vergangenen Zeiten – wie eine kleine Zeitreise entlang der Route 66.
Perfekter Zwischenstopp, bevor es weiter zum nächsten großen Highlight ging.

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Grand Canyon

Der Grand Canyon gehört zu den beeindruckendsten Naturwundern der Welt und liegt im Bundesstaat Arizona in den USA. Über Millionen von Jahren hat sich der Colorado River tief in das Gestein eingegraben und so diese riesige Schlucht geschaffen.
Vor etwa 5 bis 6 Millionen Jahren begann dieser Prozess, als sich das Colorado-Plateau anhob und der Fluss immer mehr Energie bekam, sich in die Landschaft einzuschneiden. Dabei wurden Gesteinsschichten freigelegt, die teilweise bis zu 2 Milliarden Jahre alt sind – ein echtes Fenster in die Erdgeschichte.
Der Canyon ist rund 450 Kilometer lang, bis zu 30 Kilometer breit und an manchen Stellen über 1600 Meter tief. Besonders faszinierend sind die verschiedenen Gesteinsschichten, die je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farben leuchten – von Rot- und Orangetönen bis hin zu violetten Schattierungen.
Egal ob man am Rand steht oder in den Canyon hinabwandert: Der Anblick ist einfach überwältigend und kaum in Worte zu fassen.

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vom Grand Canyon nach Page

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Der Barringer-Krater (auch Meteor Crater genannt) liegt in Arizona und ist einer der am besten erhaltenen Meteoritenkrater der Welt.
Er entstand vor etwa 50.000 Jahren, als ein Meteorit mit hoher Geschwindigkeit in die Erde einschlug. Der Krater hat einen Durchmesser von rund 1,2 Kilometern und ist etwa 170 Meter tief. Die Wucht des Einschlags war so enorm, dass große Mengen Gestein weggeschleudert wurden und sich die Landschaft schlagartig veränderte.
Heute kann man den Krater von verschiedenen Aussichtspunkten aus betrachten – ein beeindruckendes Beispiel dafür, welche Kräfte im Weltall wirken.

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Horseshoe

Der Horseshoe Bend ist eine spektakuläre Flussschleife des Colorado River nahe der Stadt Page in Arizona. Seinen Namen verdankt er der perfekten Hufeisenform, die der Fluss über Jahrtausende in den roten Felsen gegraben hat.
Vom Aussichtspunkt aus blickt man rund 300 Meter senkrecht hinunter auf den Fluss – ein ziemlich beeindruckender, aber auch respekt-einflößender Anblick. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Stimmung dort einmalig, wenn die Felsen in warmen Rot- und Orangetönen leuchten.
Der kurze Fußweg zum Aussichtspunkt ist leicht zu schaffen, aber die Aussicht am Ende ist absolut spektakulär und zählt definitiv zu den Highlights im Südwesten der USA.

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Antelope Canyon

Der Lower Antelope Canyon ist mein persönliches Highlight der diesjährigen Tour. Ich fand diesen noch schöner als den Upper Antelope Canyon den ich bereits 2x gesehen hatte. Der Lover Canyon ist abwechslungsreicher und ein Rundweg. Außerdem ist hier etwas weniger los, günstiger (falls man bei den Preisen noch von günstig reden kann) und „abenteuerlicher“ (Treppen, enge Durchgänge,…. jedoch alles problemlos begehbar.

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Monument Valley

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Arches NP

„Letzter Stopp“: Arches Nationalpark
Langsam neigt sich die Reise dem Ende zu – und mit dem Arches Nationalpark stand noch ein letztes großes Highlight auf dem Programm.
Der Park ist bekannt für seine unzähligen natürlichen Steinbögen – über 2000 soll es hier geben. Wir haben uns davon etwa zehn angeschaut, und jeder einzelne war auf seine Art beeindruckend.
Das bekannteste Wahrzeichen ist der Delicate Arch. Um dorthin zu kommen, muss man allerdings erst eine etwa einstündige Wanderung auf sich nehmen. Genau das sorgt aber auch dafür, dass es dort etwas ruhiger ist als an anderen Spots.
Oben angekommen wird man dann mit einem richtig starken Anblick belohnt – dieser freistehende Bogen mitten in der Landschaft ist schon etwas Besonderes.
Ein würdiger Abschluss für eine Reise voller unglaublicher Naturerlebnisse.

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Moab

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Übernachtungen und Essen

Übernachtet hatten wir in Motels, Hotels oder Ferienwohnung bzw. Ferienhäuschen. Hier war alles dabei von Luxus bis Absteige. Da man aber eh den ganzen Tag auf Tour ist, war dies für uns zweitrangig.

Die Abende verbrachten wir oft mit Karten spielen (meist Romee) und Bier trinken. Wenn wir eine Küche hatten, haben wir selbst gekocht. Ansonsten gingen wir lecker Essen. Möglichkeiten gibt es bei den Amis genug. Ob Fastfood, Mexikaner, Chinese oder Amerikanisch mit Burger und Grill war alles dabei.

Zum Frühstück gabs meist leckere Bagels, tagsüber was schnelles vom Subway oder ähnliches …